Ernst Wolff: IWF, Griechenland, Aktivismus und Leitmedien

IWF - Ernst Wolff

Ernst Wolff über den IWF, Griechenland, Aktivismus und Leitmedien – Teil 2


Im folgenden Video führen wir unsere Unterhaltung mit dem Journalisten und Autor Ernst Wolff fort. Wolffs neuestes Buch heißt „Weltmacht IWF: Chronik eines Raubzugs“, welches auch auf Arabisch sowie Englisch erschienen ist. Diese Video-Serie zielt darauf ab, die Hintergründe des Internationalen Währungsfonds zu beleuchten und seine Rolle darzustellen, die er seit seiner Gründung bis heute eingenommen hat.

Diese und weitere Fragen werden im Video behandelt:

  • Gab es beim IWF einen Bruch mit seinen bisherigen Strategien, in Anbetracht der Tatsache, dass er die Vorgehensweise der Troika in Griechenland nicht befürwortet hat und sogar für Schuldenerlass plädierte?
  • Gibt es historische Präzedenzfälle, in denen Volksbewegungen die Handlungen des IWF rückgängig machen konnten?
  • Welche Rolle spielen die Medien bei der Analyse und Auswertung der Strategien des IWF?

VIDEO: Ernst Wolff über den IWF, Griechenland, Aktivismus und Leitmedien – Teil 2


Für die vollständige Abschrift klicken Sie hier.


Für den ersten Teil des Interviews, klicken Sie hier.


Auszüge aus dem Video:

Ernst Wolff über die Nachhaltigkeit des IWF:

„Nun, wenn der IWF über die fehlende Nachhaltigkeit Griechenlands spricht, ist das als spräche der Papst über Jungfräulichkeit. Der IWF hat all diese Sparmaßnahmen eingeführt und stand hinter diesen Maßnahmen. Und was wir nun sehen ist, dass der IWF die Sparmaßnahmen kritisiert, um der EU die Schuld zu geben, weil der IWF dafür sorgen möchte, dass die EU die gesamte Schuldenlast Griechenlands übernimmt.

Der IWF ist eine Organisation von Bankern, die es niemals versäumen würde, ihr Geld einzutreiben.“

Ernst Wolff über den Einfluss von Aktivisums auf die Politik des IWF:

„Dieses System ist an seinem Endstadium angelangt und es wird entweder zusammenbrechen oder die Menschen werden es ausbaden. Es wird Revolutionen hervorbringen, es wird in Zukunft zu großen Umbrüchen in Ländern auf der ganzen Welt führen. Dessen bin ich mir sicher, weil die Reichweite in der sich politische Handlungen abspielen sehr, sehr schmal und die Wut der Menschen sehr, sehr groß geworden ist.“

Ernst Wolff über den Einfluss der Mainstream-Medien:

„Die Medien lassen einen glauben, es sei gut für die Menschen, wenn der Aktienmarkt ansteigt.

Aber es ist nicht gut für sie, es ist gut für die Ein-Prozent. Der Aktienmarkt wird durch Zentralbanken und durch Hedge-Fonds heutzutage komplett manipuliert und es wird eine Menge Geld durch das Hoch- und Runterfahren von Aktien eingetrieben. Sogar durch das Abfallen von Aktien können sie Geld einnehmen, durch Leerverkäufe zum Beispiel kann man sehr viel Geld machen wenn es mit einer Aktie bergab geht. All diese Dinge werden durch die Finanzindustrie kontrolliert und die Medien erwecken den Anschein, es sei gut für die Menschen, wenn der Aktienmarkt neue Höchststände erreicht.“

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