Am Montag, dem 17. November, verabschiedete der UN-Sicherheitsrat eine Resolution, die Donald Trumps sogenannten „Friedensplan“ für Gaza befürwortet. Die Resolution billigt die Schaffung eines von den USA geführten „Friedensrats“ zur Beaufsichtigung des Gazastreifens, fordert die „Entmilitarisierung“ Gazas, ohne Israel irgendwelche Beschränkungen hinsichtlich seiner Bewaffnung aufzuerlegen, und ermächtigt eine „internationale Stabilisierungstruppe“, palästinensische Widerstandsgruppen zu überwachen und zu entwaffnen. Die Resolution sieht jedoch keine Gründung eines palästinensischen Staates vor. Sie drückt lediglich die vage Hoffnung aus, dass die Palästinenser eines Tages mit Israel über einen palästinensischen Staat diskutieren könnten.
In dieser Folge von R2R analysiert Dimitri Lascaris die Resolution des UN-Sicherheitsrats zusammen mit seinem Kollegen Craig Mokhiber, der Ende 2023 aus der UN austrat, nachdem diese den seiner Meinung nach „klassischen Völkermord” in Gaza nicht verhindert hatte. Laut Craig ist die Resolution des Sicherheitsrats eine „Gräueltat”.
Dieses Video wurde von Reason2Resist produziert und am 19. November 2025 auf ihrem YouTube-Kanal veröffentlicht. Wir haben es ins Deutsche übersetzt und veröffentlichen es heute erneut, um zur Meinungsbildung zu diesem Thema in Deutschland und darüber hinaus beizutragen.
Craig Mokhiber ist ein ehemaliger hochrangiger Menschenrechtsanwalt der Vereinten Nationen, der während seiner jahrzehntelangen Karriere verschiedene Führungspositionen innehatte, darunter die des Direktors des New Yorker Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte. Im Oktober 2023 trat er zurück und begründete dies mit Bedenken hinsichtlich des Umgangs der UNO mit dem Krieg in Gaza. Mokhiber ist für seine Arbeit in den Bereichen Völkerrecht, Menschenrechte und Mechanismen der Rechenschaftspflicht bekannt.
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