US-Navy darf knapp 12 Millionen Meereslebewesen im Pazifik töten oder verletzen

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Kriegsmarine der Vereinigten Staaten (US-Navy) darf knapp 12 Millionen Meereslebewesen im Pazifik töten oder verletzen


(Dieser Artikel wurde von Dahr Jamail geschrieben und ist ursprünglich auf “Truthout” erschienen. acTVism Munich hat diesen Text sinngemäß ins Deutsche übertragen.)


Was wäre, wenn man Ihnen sagen würde, dass die US-Navy legal dazu befugt ist, 12 Millionen Wale, Delphine, Schweinswale, Seelöwen und Robben im Nordpazifik in einem Zeitraum von über fünf Jahren zu belästigen, verletzen und zu töten?

Es ist wahr und ein Viertel eines jeden bezahlten Steuerdollars finanziert das Ganze.
 Eine staatenübergreifende, internationale, bürgerliche Überwachungsgruppierung namens „West Coast Action Alliance“ (WCAA), listet Zahlen, die von der Navy-Organisation „Northwest Training and Testing EIS“ stammen sowie aus Briefen der „National Oceaninc and Atmospheric Administration’s“ (NOAA), welche die zufälligen „takes“ von maritimen Säugetieren autorisieren.

Ein „take“ ist eine Form von Schaden, der einem Tier zugefügt wird: Belästigung, Verletzung und manchmal auch Tod. Viele Naturschützer bezeichnen sogar „takes“, die nur eine Verhaltensveränderung hervorrufen, als verletzend, da eine chronische Misshandlung von Tieren, die gerade fressen oder sich fortpflanzen, schädigend sein oder gar zum Tod führen kann, wenn sie aus ihrem überlebenswichtigen Lebensraum getrieben werden.

Karen Sullivan, Sprecherin der WCAA, ist ehemalige Biologin im Bereich gefährdete Spezies und stellvertretende regionale Direktorin des „US Fish and Wildlife Service“. Sie lebt heute im Ruhestand.

Die Zahlen sind schockierend,“ sagte sie bei „Truthout“ in Bezug auf die Anzahl der maritimen Säugetiere, welche die US-Navy schädigen darf. „Wenn man realisiert, dass dasselbe Tier immer und immer wieder belästigt werden kann, während es unterschiedliche Gebiete aufsucht, dann gibt es keine Form der Milderung, die solche Verluste wett machen könnte, abgesehen von der Beschränkung der Nutzung von Sonar und Sprengstoff an den Orten wo diese Tiere zu leben versuchen.“

Allerdings sind die bereits erwähnten „schockierenden Zahlen“ nur eine niedrige Schätzung, da sie Duzende weitere Militärprojekte in den gleichen Gebieten nicht berücksichtigen, wie zum Beispiel das Bauen mit Unterwasser-Rammen. Außerdem beziehen sie sich nur auf maritime Säugetiere, nicht auf andere Spezies.

Laut WCAA berücksichtigen die Zahlen keine „takes“ gefährdeter und bedrohter Seevögel, Fische, Meeresschildkröten oder terrestrischer Spezies, die von Navy-Aktivitäten betroffen sind, etwa der Verwendung von Sonar, Sprengstoff, Unterwasser- und Oberflächendrohnen, Sonarbojen, Schiffen, U-Booten, Flugzeugen, oder Truppen, die Übungen auf 86 Stränden und Bundesgebieten im westlichen Washington abhalten“.

Die WCAA nannte die Zahlen „unerhört“ und stellte mehrere Analysen zu Marine-Operationen und Genehmigungen, die mindestens genauso schockierend sind, zur Verfügung.

Alles wird erhöht

Die schockierende Anzahl von „takes“, welche die US-Navy generieren darf, wird von einem Gesamtanstieg vieler weiterer gefährlicher Aktivitäten begleitet.

 Ihr „EIS“-Bericht vom Oktober 2015 weist eine Erhöhung in den folgenden Aktivitäten auf (unvollständige Aufzählung):



  • Eine 778-prozentige Erhöhung der Anzahl an Torpedos
  • Eine 400-prozentige Erhöhung von Luft-Boden-Raketen (inklusive der „Olympic Coast National Marine Sanctuary“)
  • Eine 1.150-prozentige Erhöhung an Drohnen
  • Eine 1.150-prozentige Erhöhung von Drohnen-Oberflächen-Fahrzeugen
  • Eine 1.450-prozentige Erhöhung von Verbrauchsgeräten
  • Eine 72-prozentige Erhöhung von elektronischen Kriegsoperationen
  • Eine 50-prozentige Erhöhung von Bombenentschärfungen im „Crescent Harbor“ und „Hood Canal“
  • Eine 244-prozentige Erhöhung von Luftmanövern
  • Eine 400-prozentige Erhöhung von Hubschrauberverfolgungsübungen
  • Eine 3.500-prozentige Erhöhung der Anzahl von Sonarbojen
  • 284 Sonartests in Binnengewässern, von zuvor Null

Growler Kampfjets, welche die US-Navy für sog. Elektromagnetische Kriegsübungen benutzt, sind die lautesten Flugzeuge, die je gebaut wurden. Es ist erwähnenswert, dass die Lärmschwelle für Hörschädigungen bei Menschen bei 85 Dezibel liegt. Ähnlich wie bei der Richter-Skala zur Bemessung von Erdbeben, sind Schallbemessungen nicht linear. Für jede Erhöhung von 10 Dezibel erhöht sich die Intensität des Schalls um das zehnfache.


„Deshalb ist der 115 Dezibel Schall, der von den Growler-Jets ausgeht, wenn sie in einer Höhe von 1.000 Fuß fliegen, tausend mal lauter als die 85 Dezibel-Schwelle für Hörschädigungen,“ erklärt die WCAA-Webseite. Beim Abflug kommen Growlers auf 150 Dezibel.

Die schädigende Eigenschaft von großem Lärm wird unter Wasser verschärft.


Das Sonar der US-Navy ist an der Quelle zu mindestens 235 Dezibel im Stande,“ gemäß der Webseite. „Das ist über 10 Billionen mal mehr Intensität als die 85 Dezibel-Schwelle.“


Das bedeutet, dass sogar bei einer Distanz von 300 Meilen von der Quelle der Unterwasserlärm immer noch 140 Dezibel betragen kann.

Erwähnenswert ist, dass der Pegel von 140 Dezibel ausreicht, um innere Organe zu schädigen und deshalb von der französischen Regierung als „Waffe zur Tötung von Menschen“ deklariert wurde. 


Weil große Bereiche ihrer Köpfe mit Flüssigkeit gefüllt sind, sind viele maritime Säugetiere in besonderer Gefahr vor jeglichen Sonar- und Navy-Übungen. Es ist innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft bekannt, dass die Nutzung von Sonar durch die US-Navy maritimes Leben schädigen und töten kann.

Die US-Navy hat bereits die Erlaubnis, jährlich zwei Schiffe zur Übung zu versenken, wobei sie 24 Bomben, 22 Raketen, 80 Großkaliberpatronen und zwei hoch explosive Torpedos verwenden darf. Offensichtlich hat jede dieser Übungen eine signifikante Wirkung auf alles Leben in der Umgebung.

Die US-Navy hat ebenfalls die Erlaubnis, jährlich 30 Luft-Boden-Bombardierungsübungen und 160 Schießübungen durchzuführen. Zudem, so hat ein im aktiven Dienst stehender Pilot der US-Navy mitgeteilt, dass ungefähr einmal im Monat „Treibstoff-Ablassungen“ stattfinden.

Gerechtfertigte Zerstörung

Credit: iStockphoto/Alan Drummond
Credit: iStockphoto/Alan Drummond

Sämtliche Daten zur Auswirkung der US-Navy auf die Tierwelt sollten mit Vorsicht genossen werden, denn die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die tatsächlichen Wirkungen noch viel größer sind. Das sagt Emily Stolarcyk, Programm-Managerin des „Eyak Preservation Council“ in Cordova, Alaska. Dieser Rat ist eine der Umwelt und sozialen Gerechtigkeit gewidmete non-profit Organisation, deren Hauptziel es ist, den Lebensraum von Wildlachs zu schützen.

Stolarcyk ist federführend beim Versuch, die Auswirkungen der Navy-Übungen im Golf von Alaska zu minimieren. Sie glaubt, dass die von der US-Navy beantragten maritimen Übungen im Nordpazifik Absichten und Handlungen reflektieren, die sie als „irrig und zutiefst fehlerhaft“ bezeichnet.

Es ist unerhört, zu glauben, dass Menschen den gesamten Einfluss ihrer Handlungen auf die Meereswelt quantifiziert haben,“ sagte Stolarcyk gegenüber „Truthout“. „Bereits die wenigen durchgeführten Beobachtungen belegen die für große maritime Spezies tödlichen Navy-Aktivitäten. Was ist mit den unbekannten Auswirkungen? Was ist mit den Fischen? Was ist mit dem unteren Ende der Nahrungskette? Was ist mit den Langzeitauswirkungen?“

Sie weist darauf hin, dass die knapp 12 Millionen erlaubten „takes“ der US-Navy die beabsichtigten „takes“ im Golf von Alaska nicht berücksichtigen. Laut Stolarcyk beantragte die Navy dort 36.522 „takes“ pro Jahr bzw. 182.610 über fünf Jahre. Der Autorisierungsbrief der „National Oceanic and Atmospheric Administration“ schätzt die Gesamtzahl auf über zwei Millionen.

Laut Connie Gallant, Präsidentin des Bereichs Erhalt und Wiederherstellung bei der „Olympic Forest Coalition“ mit Sitz in Washington, sind die schockierenden Zahlen, zusammen mit dem Mangel an Fürsprache für die betroffenen Tiere, kein gutes Zeichen für die Zukunft.
 In einem Gespräch mit „Truthout“ über die unfassbar hohen Zahlen an „takes“, welche der Navy im gesamten Nordpazifik einschließlich des Golfs von Alaska zugestanden werden, sagte Gallant, „Ich bin absolut entsetzt, diese Zahlen zu sehen. Wo sind die „umweltbewussten“ Institutionen mit dem Auftrag, die Tierwelt und maritime Säugetiere zu schützen?“

Stolarcyk hat einige der durch Navy-Übungen bedrohten maritimen Säugetiere im Golf von Alaska aufgelistet:

  • Nordpazifischer Glattwal (bedrohte Spezies)
  • Buckelwal (bedrohte Spezies)
  • Blauwal (bedrohte Spezies)
  • Finnwal (bedrohte Spezies)
  • Grauwal (bedrohte Spezies)
  • Zwergwal
  • Pottwal (bedrohte Spezies)
  • Killerwal (bedrohte Spezies)
  • Weißstreifendelfin
  • Schweinswal
  • Weißflankenschweinswal
  • Steller Seelöwen (bedrohte Spezies)
  • Kalifornische Seelöwen
  • Nördlicher Seebär
  • Nordseeelefant
  • Seehund
  • Seeotter (bedrohte Spezies)

Die Navy rechtfertigt ungeniert die Vernichtung von Spezies und Lebensräumen, für deren Schutz eine Menge Amerikaner gearbeitet haben“, sagte Stolarcyk. „Viele Fragen sich, zu welchem Zweck? Rechtfertigt militärische Bereitschaft, um angebliche Bedrohungen der nationalen Sicherheit abzuwehren, die Tötung der Ozeane?“

Gallant ist aufgrund der Aktionen der Navy und dieser atemberaubenden Zahlen ebenso sprachlos.

Ich frage mich, warum die Öffentlichkeit so tief graben muss, um diese Zahlen zu erfahren“, sagte sie. „Warum ist das nicht weltweit auf den Titelseiten? Weil es so aussieht, als ob das Militär einen Freifahrtschein bekommen würde, wo auch immer es arbeitet, wenn es darum geht, Leben im Meer mit Sonar und Sprengstoff zu schädigen.“

Es ist erwähnenswert, dass die von der Navy genutzte Technologie, um zu erkennen, ob Meeressäuger in der Nähe der Übungen sind, die gleiche „Technologie“ ist, die seit dem 17. Jahrhundert verwendet wird – zwei Aussichtspunkte am Bug des Schiffes. Die Navy lässt weder zivile Beobachter aus der „US Fish and Wildelife Service“ während ihrer Übungen an Bord, noch erlaubt sie dem „Fish and Wildlife Service“, die Beobachter der Navy in Sachen Identifikation von Seevögeln zu schulen. 


„Wie ist es möglich, die genaue Anzahl von Verletzungen und tödlichen „takes“ festzustellen, wenn die Navy keine neutralen zivilen Beobachter an Bord erlaubt?“, fragte Gallant. „Wie sollen wir ihnen angesichts der respektlosen Art, wie sie die Menschen im westlichen Washington behandelt haben, vertrauen, dass sie detailliert über die „takes“ berichten?“


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Die US-Navy antwortet

Truthouth forderte eine Stellungnahme der US-Navy zu den fast 12 Millionen „takes“, die ihr zu Übungszwecken erlaubt werden. Die Navy wurde gebeten, zu erläutern, was sie unternimmt, um ihre potenziell schädlichen Aktivitäten einzuschränken, und den dramatischen Anstieg dieser Tätigkeiten sowie den Grund für ihre Zunahme zu erklären.

 Sheila Murray, die stellvertretende Navy-Offizierin für öffentliche Angelegenheiten in der Region Nordwest, antwortete, dass die aufgeführten Zahlen „falsch“ seien und verwies Truthout auf die exakt gleichen Navy-Unterlagen, aus denen diese Zahlen entnommen wurden, wies aber nur auf den nordwestlichen Teil hin. 


Murray verwies auch auf die „National Marine Fisheries Service Letter of Authorization and Final Rule“ für die zur Debatte stehenden Aktivitäten der Navy und sagte gegenüber Truthout: „Diese Dokumente beschreiben die Aktivitäten sehr gründlich, analysieren mögliche Umweltauswirkungen anhand der besten wissenschaftlichen Erkenntnisse und beschreiben eine Reihe von Milderungen und Verfahren, die entwickelt wurden, um das Meeresleben zu schützen.“


Truthout bat Sullivan, auf Murrays Behauptungen, dass die extrem hohe Anzahl von „takes“ „falsch“ seien, zu antworten. 

„Frau Murrays Quellen sind die gleichen wie unsere,“ sagte Sullivan. „Wir nahmen lediglich einen Rechner zur Hand und addierten die Zahlen, die von der Navy und NOAA bereitgestellt wurden. Ich habe die Zahlen geprüft und sie haben sich nicht verändert, mit der Ausnahme, dass der Autorisierungsbrief der NOAA von 2011 nicht mehr online verfügbar ist.“

Eine Quelle innerhalb der Navy, die mit Truthout unter der Bedingung der Anonymität sprach, sagte, dass der „National Marine and Fisheries Service“ und die Navy eine „gleichermaßen inzestuöse Beziehung“ pflegten.

Ich saß persönlich bei Telekonferenzen mit Ben Laws (NOAA – NMFS Genehmigungs- und Erhaltungsabteilung), bei denen diskutiert wurde, dass die Navy ihre „take“ Genehmigungen sowie die festgelegten Lärmpegel im „Marine Mammal Protection Act“ überschreitet und es nicht fertig brachte, erneut Rücksprache zu halten, obwohl die Navy von diesen Verstößen wusste“, sagte er. „Die Navy hat lediglich einen Klaps auf die Hand erhalten, und die Öffentlichkeit wurde nie über die wahre Natur der „takes“ oder die Verstöße informiert.“

Eklatante Missachtung und blaue Wüsten

Stolarcyk beunruhigt die Tatsache, dass die Navy eine Reihe weiterer Details zu ihren Trainingsübungen geheim halten darf, angesichts der hohen „take“-Schätzungen, die sie der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt haben.


Wenn das die Dinge sind, die sie stillschweigend nach und nach veröffentlichen, ist es nicht abzusehen, wie entsetzlich die noch geheimen Details dieser Übungen sein könnten“, sagte sie.

Die Navy führte vergangenen Monat Übungen im Golf von Alaska durch. „
Trotz des lauten Aufschreis lokaler Gemeinden und Stammesgruppen erhöhte die Navy ihre Übungen sogar in einigen Bereichen“ laut Stolarcyk „ohne Zustimmung der Öffentlichkeit oder Gegenleistung“.

Jill Silver, Vorstandsmitglied der Olympic Forest Coalition, die mit einer weiteren Umweltorganisation aus Washington, der Olympic Coast Aliance, zusammenarbeitete, erklärte gegenüber Truthout, dass man sich der Sache annehmen wollte, aber einsehen musste, dass es kein Gesetz gäbe, dass die US-Navy einschränke oder die „Nationale Sicherheit“ übertrumpfe. „Und wir hatten nicht die Kapazitäten, die Öffentlichkeit für eine effektive und nachhaltige Kampagne zu engagieren, die vielleicht zu Änderungen auf Kongressebene geführt hätten,“ so Silver.

Sullivan wies auf einen Fall hin, in dem der Navy mit einer Klage die Grenzen aufgezeigt wurden, der aber auch nur begrenzte Wirkung zeigte. „Die Navy wurde wegen ähnlicher Aktivitäten in Südkalifornisch-hawaiianischen Gewässern, wo die Zahl der „takes“ von 150.000 auf 2,8 Millionen im Jahr erhöht wurde, angeklagt“, erklärte sie. „Das Gericht verlangte, dass sich die Navy aus bestimmten Gewässern heraushielt, was die Frage aufwirft: Warum sollten solche Anweisungen nicht für die nördlichen Gewässer gelten? Unabhängig davon, dass die Vereinbarung 2018 ausläuft. Sofern die Navy nicht wieder angeklagt wird, wird sie die aktuellen „off limits“-Bereiche wahrscheinlich nicht respektieren. 

Sullivan ist „beunruhigt“, sagt sie, aufgrund der Tatsache, dass die Regierungen bereits über die Technologie und Waffen verfügen, um die Menschheit mehrmals auszulöschen – und unzählige andere Spezies, einschließlich der Meereslebewesen. Und die Navy verschärft die Situation weiter.

„Die intensiven Tests und Kriegsübungen der Navy trugen dazu bei, unsere Ozeane unfruchtbar zu machen“, sagte sie.

Laut Sullivan liegt die beste Schätzung für die Zahl der Grauwale in den östlichen Gebieten des Nordpazifik bei ca. 21.000. 

„Aber die Zahl der erlaubten „takes“ in den Bereichen des Pazifiks, wo Grauwale sich aufhalten könnten, ist 62.550“, sagte sie. „Es wird deutlich, dass mehrere Missbrauchsvorfälle an denselben Tieren innerhalb ihres Verbreitungsgebietes nicht nur erwartet, sondern zugelassen werden.“


Stolacyk wies darauf hin, dass viele menschliche Interaktionen mit den Ozeanen unvermeidlich sind; wir fahren Boot, wir fischen, Menschen überall sind abhängig von den Ozeanen, sie sind für das menschliche Leben von unschätzbarem Wert.

Allerdings sollten wir nicht davon ausgehen, dass unsere Aktivitäten keine Folgen hätten – auch sollten wir nicht davon ausgehen, dass diese lebenswichtige Ressource endlos ausgenutzt werden könnte.


Die Ozeane sind empfindlich und begrenzt; wir wissen jetzt, dass das, was die Meere uns liefern können, begrenzt ist“, sagte Stolarcyk. „Ozeane sind keine blauen Wüsten [ohne Leben] und sollten nicht als solche behandelt werden. Stattdessen müssen wir vorsichtig sein: denn der Fußabdruck, den wir hinterlassen, wird ein bleibender sein.“


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    “Für jede Erhöhung von 10 Dezibel erhöht sich die Intensität des Schalls um das zehnfache. „Deshalb ist der 115 Dezibel Schall, der von den Growler-Jets ausgeht, wenn sie in einer Höhe von 1.000 Fuß fliegen, tausend mal lauter als die 85 Dezibel-Schwelle für Hörschädigungen,“ erklärt die WCAA-Webseite.” (sic)

    … und …

    “„Das Sonar der US-Navy ist an der Quelle zu mindestens 235 Dezibel im Stande,“ gemäß der Webseite. „Das ist über 10 Billionen mal mehr Intensität als die 85 Dezibel-Schwelle.“”

    Richtig ist: Als Faustformel gilt, dass 10 dB Unterschied etwa als doppelte bzw. halbe Lautstärke wahrgenommen wird.

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schalldruckpegel#Wahrnehmung_durch_den_Menschen

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